Fahrtenbericht

Fahrtenbericht - Norwegen Mai/Juni 2002 - Kurzbericht

Norwegen - Mai/Juni 2002

Gerd, Patrick, Bernward und Dany sind 9 Tage in Norwegen, um Wildbäche zu erkunden.
200 km nördlich von Oslo nehmen wir unser leckeres 3 Sterne-Dosen-Menü auf 1400 m Höhe - mit Blick auf vereiste Hänge - zu uns.
Die Sonne verschwindet hier nur für 3 Stunden. Wir schlafen wenig, brechen früh am Morgen auf, um die Atna zu befahren. Das Wasser ist glasklar und fließt zügig mit stetigem Gefälle. Der Fluss ist anspruchsvoll - der WalzenWolf (Bernwards neues Boot) muss sein "Seepferdchen" bestehen -, doch es sollten noch wuchtigere folgen.
Der Übernachtungsplatz an der Setninga ist sehr idyllisch. Und die Setninga gefällt uns wahnsinnig gut: durch eine einsame Schlucht, fernab jeglicher Zivilisation, läuft der Bach, der extrem sauberes Wasser führt. Zum Angeln eignet sich der See, der die Setninga speist, hervorragend. Die Mitternachtsforellen munden.
Die Folla, unser nächster Fluss, ist etwas langweilig und auch landschaftlich nicht besonders interessant.
Der Übernachtungsplatz verspricht einen gemütlichen Abend. An unserem paddelfreien nächsten Tag fahren wir ein gutes Stück weiter ins Landesinnere, um die Jori zu besichtigen. Da diese aber Super-Hochwasser hat, nehmen wir von einer Befahrung direkt Abstand und fahren weiter an die Lora. Dieser Bach führt auch zu viel Wasser, deshalb ist die untere, imposante Schlucht unfahrbar. Wir werden nur die obere, kleine Schlucht am nächsten Tag paddeln. Es ist wirklich nur ein kleines Stück zu fahren; die 3 m-Rutsche am Ende der Tour schießen wir mehrmals hinunter, für unsere Video-Aufnahmen.
Nächster Programmpunkt ist die Sjoa, der beliebteste norwegische Wildbach. Durch das wuchtige Wildwasser, das nicht leicht zu bezwingen ist, bleibt wenig Zeit, die Schluchtenhänge zu genießen. Direkt nach der letzten Schlucht folgt eine Naturslalomstrecke, auf der schon Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Beim Befahren dieser technisch sehr anspruchsvollen Strecke kentert Patrick. Wir können nur ihn und sein Boot retten, das Paddel verschwindet in den Durchbruchschluchten.
Der sagenumwobene Ritterspranget ist ein imponierendes, 300 m langes Teilstück der Sjoa, der uns beim Besichtigen in seinen Bann zieht.
So beenden wir mit einem Kultur-Natur-Schmankerl unseren Norwegen-Trip. Wir sind uns einig, dass wir nicht zu letzten Mal hier waren

Dany Fenzl