Fahrtenbericht
Fahrtenbericht - Alpenfahrt ins Karwendel 2003
Start von Dany, Robin, Niko und - nicht zu vergessen - dem Autor dieses Berichts Olaf zu dessen erster WW-Tour (Juhuu). Begonnen mit größter Hoffnung und ohne zu bis dahin zu ahnen, welche Mühsal, Risiken, Verfolgungen wir zu Ertragen hatten ...
Zunächst ging es ganz gemütlich ins schöne Bamberg. Dort war geplant, die berühmte Rathauswelle zu erproben. Die Strecke dorthin war kurz, Danys neuer Bus meisterte alle Straßenlagetests bravourös, der Autor - wie üblich bei der Abfahrt paddelfertig (d.h. fertig Neopren-bekleidet) - wartete auf das Einsetzen.
In Bamberg angekommen, durchkämmten wir die Innenstadt und fanden schließlich die Welle in Dunkeln vor. Aus für den Autor schlicht unerfindlichen Gründen jedoch wollte sich Dany nun aber nicht als Dummy in die aus der Dunkelheit hochtosende Wehrrücklaufwelle hineinstürzen. Statt in die Welle ging es dafür in ein recht edles Kaffee.
Weiter ging es nach Imst. Viel ist uns Hinterbänklern im Bus nicht mehr davon in Erinnerung geblieben, denn da sich Dany auf der Fahrt standfest weigerte, einen klitzekleinen Halt für einen so bitter nötigen Kaffee einzulegen, fielen so ziemlich alle außer dem Fahrer (?) in einen unruhigen Schlaf. Hier und da hielt der Bus an, man hört leise Stimmen ("Hast Du eine Ahnung wo wir sein könnten?", "Warum steht hier Privatweg, lt. Karte ist das die A7", "Uups, da geht’s ja schon wieder nach Frankfurt"). Vorsichtige Nachfragen nach Kaffee werden bestimmt abgelehnt.
Irgendwann ist Imst erreicht. Am nächsten Morgen geht es auf den Inn, der Niedrigwasser führt. Ein Angler droht uns, er würde wegen Befahrungsverbots die Polizei verständigen. Wir beschließen, zügig weiterzufahren. Ich beschäftige mit dem Bach, der immerfort WW 1 - 2 zeigt. Als ein Hubschrauber über dem Bach steht und auf und auf und nieder fliegt, werden auch die Ruhigsten von uns nervolabil. Ausgesetzt zum Bus getramt, diesen hergeholt und weg von hier nach Garmisch.
Dort auf die Loisach.
Und die hatte es nun in sich: Mir hatte man eingeschärft, das Boot wg. Verblockung und einhergehenden Verklemmrisikos gerade zu halten. Die gewisse Furcht, führte leider auch zu einer Verblockung im Gehirn: Kaum sah ich den ersten Block, schon hing er quer davor um wie automatisiert sich von diesem weg zu legen. Die Folge war ein Totalzerleger. Und dabei hatte die Schlucht noch gar nicht angefangen!
Okay, noch mal, nimm Dir einfach Dany als Vorbild: Der rührt vor mir so genüßlich im Bach, als ob er einen Schokopudding umrührt. Also tue ich das auch ... und hänge (rumpeldiepumpel, weg is der Kumpel) in einem Baum.
Jetzt werde ich eingenordet (sprich motiviert) von Dany, der vorfährt ("Ganz sachte, fahr langsam, halt nur Dein Boot gerade und (hier wird der Ton bestimmter) fahr mich nicht über den Haufen") und Robin, der hinterherfährt um ggf. meine Überreste aufzusammeln ("Gib endlich GAS, Tu was, Paddel VOLL, KEULE"). Dank dieser klaren und widerspruchsfreien Anordnungen gab ich nun volle Kanne alles. Beim einen oder anderen Block konnte ich mich nicht mehr rechtzeitig für links oder rechts entscheiden und überfuhr ihn einfach, aber es war krass. Alles klappte, hier und da mußte ich Dany beim Pudding umrühren von hinten auf eine Seite wegtreiben. Kurz sie war phantastisch, die Loisach, mein erster Wildbach.
Olaf