Höchster Kanu Club Wiking
Presse

Erschienen in: "Höchster Kreisblatt / Frankfurter Neue Presse Online"
Datum: 13.03.2008
Link: http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&sv%5bid%5d=4385722

Titel: "Schüler lernen Vereine kennen" [Original Artikel ansehen]

Tonio Stromberger steht im Wasser und gibt den paddelnden Kindern Tipps, wie sie mit dem Kajak in die gewünschte Richtung kommen können. Viele hatten die richtige Paddeltechnik schnell raus. Foto: Maik Reuß

Tonio Stromberger steht im Wasser und gibt den paddelnden Kindern Tipps, wie sie mit dem Kajak in die gewünschte Richtung kommen können. Viele hatten die richtige Paddeltechnik schnell raus. Foto: Maik ReußTonio Stromberger steht im Wasser und gibt den paddelnden Kindern Tipps, wie sie mit dem Kajak in die gewünschte Richtung kommen können. Viele hatten die richtige Paddeltechnik schnell raus. Foto: Maik ReußHöchst. In blauen, gelben und roten Kajaks paddeln die Drittklässler der Hostatoschule durch das Schwimmbecken. Regina Ebel, Lehrerin der 3b, steht am Beckenrand. Um sie herum drängeln einige Kinder, die es kaum erwarten können, noch mal mit dem Boot zu fahren. Die beiden Betreuer des Höchster Kanu-Clubs Wiking, Michael Fröhlich (25) und Tonio Stromberger (24), passen auf, dass jeder Schüler an die Reihe kommt und helfen, falls ein Kajak am Beckenrand strandet. „Keiner muss ins Wasser, wenn er nicht möchte“, sagt Regina Ebel. An diesem Tag sind aber alle Kinder der 3b im Wasser, um das Paddeln auszuprobieren.

Zum alltäglichen Schulsport der Hostatoschule gehört Kajakfahren nicht. Die Schüler nehmen an der „Woche der Vereine“ teil, die von der Hostatoschule zum dritten Mal durchgeführt wird. Die Idee zur „Woche der Vereine“ entstand während eines pädagogischen Wochenendes. Ziel ist es, Kindern sinnvolle Freizeitbeschäftigungen zu zeigen. Nicht nur sportliche Aktivitäten stehen dabei auf dem Programm, auch musikalische, bei denen die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren dürfen. Besuche bei der Feuerwehr und auf der Musikmesse sind geplant. Organisiert wird die „Woche der Vereine“ von Rita Fenzl. Die in Höchst geborene Lehrerin möchte, „dass die Kinder wissen, dass es in ihrer Umgebung noch andere Sachen zu erleben gibt, als nur ein Gameboy-Spiel“. Sie versucht, für alle Schüler ein Programm zusammenzustellen. Neu dabei ist das Tierheim in Nied. Die Grundschüler dürfen dort ehrenamtlich mithelfen, und für die Hauptschüler bietet das Tierheim Praktikumsplätze an. Im vergangenen Jahr waren die Höhepunkte der Woche Karate und Kunstradfahren. Der Radfahrverein Germania-Tempo gewann dabei zehn neue Mitglieder. Auch die SG Höchst entdeckte in der „Woche der Vereine“ schon einige kleine Fußballtalente.

Fenzl bemüht sich, weiter Vereine für das Projekt begeistern zu können. „Leider gibt es Vereine, die sich nicht melden oder keine Zeit für Schnupperstunden haben. Es gibt auch sehr engagierte Vereine, wie den Kanu-Club, der zum wiederholten Mal dabei ist“, sagt die Lehrerin. Sie würde ihr Angebot gerne um Schach, Tanzen, Leichtathletik, Tischtennis und Handball erweitern.

Aber auch mit dem bisherigen Programm kommt das Projekt bei Schülern, Lehrern und Eltern gut an. Den Betreuern des Kanu-Clubs hat der Tag mit den Kleinen viel Spaß gemacht. „Wenn dann eines der Kinder noch in den Verein eintritt, freuen wir uns besonders“, sagt Michael Fröhlich. Katharina (9) und Irma (9) wollen auf jeden Fall wieder Kanu fahren. (anl)