Höchster Kanu Club
Wiking
Presse
Erschienen in: "Höchster Kreisblatt"
Datum: 29.09.2004
Anlass: Eröffnungsfeier im Höchster Hallenbad
Titel: Erlebnisse im Hallenbad [Foto
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Höchst. Michael Fröhlich sitzt mit seinem roten Kajak auf dem Drei-Meter-Sprungturm.
Sein Vereinskollege Tobias hält das Boot des 21-Jährigen fest. Eine
Reihe von Schaulustigen steht am Beckenrand, um sich die nicht ganz alltägliche,
spektakuläre Vorführung im Höchster Hallenbad anzusehen. Es ist
offensichtlich was nun kommt. Der Jugendtrainer vom Höchster Kanu-Club
Wiking stürzt sich samt Kajak ins Wasser. „Im Schwimmbad kann man
eben mehr machen, als nur Kacheln zählen”, betont Schwimmer-Chef
Roland Frischkorn immer wieder.
Der Vorsitzende des Sindlinger Schwimmvereins will in das „normale”
Schwimmbad zusammen mit anderen Vereinen „Erlebnisse und Spaßelemente”
bringen. Der Schwimmverein betreibt das Höchster Hallenbad seit Anfang
September. Nun wurde zum ersten Mal zu einem Tag der offenen Tür gebeten
– und die Organisatoren haben sich einiges einfallen lassen.
Am Schnuppertauchen finden 40 Jugendliche Gefallen. An einer großen aufblasbaren
Rutsche mitten im Wasser tobt Jung und Alt. Es gibt auch viele andere Mitmach-Möglichkeiten:
Wassergymnastik, Aqua Jogging, Kajakpolo.
So stellt sich Frischkorn auch einen Familientag vor, der demnächst samstags
angeboten werden könnte. Für Sonntag, 10. Oktober, hat der Verein
bereits ein integratives Spielfest in Zusammenarbeit mit den Praunheimer Werkstätten
geplant. Im November soll es eine Party mit Disko im Hallenbad geben.
Darüber hinaus hat Frischkorn gerade Kontakt zu den Karnevalsvereinen
aus dem Frankfurter Westen aufgenommen. „Die haben einen Elferrat und
wir eine Elferkarte”, baut der Vorsitzende die Brücke. Eine Karnevalssitzung
im Hallenbad kann er sich bereits fürs kommende Jahr vorstellen.
Sehr zufrieden ist Roland Frischkorn mit den bisherigen Besucherzahlen. Im Durchschnitt
kämen täglich 150 bis 200 Gäste in das Hallenbad, dazu noch die
Vereine und Schulen. Mit ebenso einer Größe habe der Verein gerechnet,
deshalb liege er „voll im Businessplan”. Dank täglicher und
wöchentlicher Auswertungen wisse der Sindlinger Schwimmverein immer über
seine Finanzlage bescheid. Frischkorn verweist darauf, dass die Besucherzahlen
noch steigen könnten.
Die Diskussion um längere Öffnungszeiten in den frühen Morgenstunden
kann er nicht ganz nachvollziehen. Das Bad macht anstatt um 6.30 nun erst um
7 Uhr auf (wir berichteten). Zum einen habe dies organisatorische Gründe
und der Verein habe Fürsorgepflichten gegenüber den Beschäftigten.
Zum anderen seien Wasseruntersuchungen am Morgen teils zeitaufwendig und bringen
den Nutzern mehr Sicherheit, schildert der Vereinsvorsitzende.
Des Weiteren merkt der Schwimmer an, dass das Bad trotzdem sechsmal in der Woche
Frühschwimmen ermöglicht. „Andere – wie das Bad in d.
Bergen-Enkheim oder das Panorama-Bad – haben nur an vier Tagen so früh
geöffnet" betont Frischkorn.
Anstelle von acht Monaten, sei das Hallenbad künftig elf Monate geöffnet
im Jahr, führt der Vereinschef fort. „Auf das
Jahr gesehen, haben wir somit 30 Prozent länger geöffnet.” Da
freuen sich sicher alle Schwimmer, aber auch die Kanuten, die immer montags
um 20 Uhr im Hallenbad trainieren und noch Nachwuchs suchen.
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