Höchster Kanu Club Wiking
Presse

Erschienen in: "Höchster und Unterliederbacher Freitagsblatt"
Datum: Woche 39/2004 - Ausgabe 2
Anlass: Eröffnungsfeier im Höchster Hallenbad

Titel: Kopfüber mit dem Kanu ins Schwimmbecken [Original Artikel ansehen]

HOCHST (mm) Am vergangenen Samstag war die komplette Mann­schaft des Sindlinger Schwimmclubs unter Leitung ihres 1. Vorsitzenden Roland Frischkorn im Hallenbad Höchst angetreten, um den Bürgerinnen und Bürgern gleich mehrere Beispiele zu geben, dass man ein Schwimmbad auch anders nutzen kann, als bloß seine Bahnen zu ziehen. So hatte der Verein sich z.B. vom „Verband der Hessischen Schwimmjugend”, gegen ein kleines Entgeld, eine große Wasserrutsche ausgeliehen, die von den Kindern sofort begeistert genutzt wurde. Es fanden zudem Tauchvorführungen des „Hofheimcr Tauchvereins” statt, an denen gegen Mittag bereits zirka 40 Kinder und Jugendliche teilgenommen hatten. Der Höchster ,.Kanu-Club Wiking" schoss den Vogel ab, indem die Sportler des Clubs mehrmals demonstrierten, wie es ausschaut, wenn Mann und Kanu einen Kopfsprung vom, Dreier' wagen. Hinzu kamen Schnup­perangebote im Aquajogging und Kajakfahren. Großes Interesse bei kleinen und großen Gästen der Eröffnungsfeier fand nicht zuletzt die Sportart „Wasserpolo” bei der die Sportler mit ihren Kajaks und dem geschickten Einsatz der Paddel das Becken zum Spielfeld machten und versuchten, den Ball ins jeweils gegnerische Tor zu schießen. Das neu formierte Team um Frisch­korn, das sich zwischenzeitlich of­fenbar schon ganz gut aufeinander eingespielt hat, bietet den Gästen des Höchster Hallendbades auch im Badebetriebs-Alltag jede Menge Abwechslung. So können die Kin-der ihr „Seepferdchen” machen, währen die Eltern sich mal Zeit für sich selbst nehmen. Überhaupt ist das Konzept der neuen Betreiber sehr auf die Bedürfnisse der gan­zen Familie abgestimmt. Man ver­stehe sich nicht als Konkurrenz zu den großen Trendschwimmbädern, aber man strebe die Verwirklichung der Idee eines Erlebnisbades für die Familie an. Man wolle Kreativität statt „Kachelzählen” bieten und habe dabei stets die drei Bedarfs­schwerpunkte im Blick. Laut Frischkorn sei der Vereins stolz auf die Drittelparität: 1/3 Schule, 1/3 Vereine, 113 private Nutzung. Gerade die Pflege der privaten, sprich öffentlichen Nutzung, sei für den Vereins sehr wichtig. Dies stelle auch eine gute Ausgangsbasis dar, um verschiedene Schwimmkurse an­zubieten, die zumTeil schon für dieses Jahr ausgebucht sind. Im Moment denkt der Verein zwar noch nicht an eine Personalaufstöcl.-ung, das sei ja u.a. das große Problem des früheren Betreibers gewesen, aber es wäre gut möglich, dass, wenn das Team noch besser zusammengewachsen ist und der Zuspruch be­züglich der angebotenen Serviceleis­tungen anhalte, freie Mitarbeiter eingestellt werden könnten. Zum Reizthema Offnungszeiten bemerkte der 1. Vorsitzende, dass nur das Panoramabad in Bornheim an vier Tagen in der Woche bereits um 6.30 Uhr öffne. Das Höchster Bad biete aber einen 6-Tage-Betrieb ab 7.00 Uhr. Hinzu käme, dass die Stadt das Bad in Höchst nur an 8 Monaten im Jahr betreibe, sein Ver­ein aber an 11. Das bedeute eine Steigerung um 30 %. Bezüglich des leidigen Themas 7.00 statt 6.30 Uhr wies die Leiterin des Bades, Andrea Hinske, noch auf die peinlich genau einzuhaltenden Hygienevorschriften hin. Man nehme vor Betriebsbeginn sogar statt früher 13, heute 14 Proben. Das brauche seine Zeit. Am 10. Oktober findet übrigens das nächs­te Fest im Hallenbad Höchst statt. Das Team wird dann eine interak­tive Begegnung mit behinderten Menschen z.B. aus den Frankfurter Werkstätten realisieren.

 

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