Höchster Kanu Club Wiking
Presse

Erschienen in: "Höchster Kreisblatt" und "Frankfurter Neue Presse"
Datum: 15.03.2006
Anlass: Woche der Vereine der Hostatoschule Frankfurt Höchst

Titel:
H. Kreisblatt: "Schüler erleben Woche zwischen Kanu und Oboen-Musik"
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F. Neue Presse: "Der Trainer macht’s vor: So paddeln wir elegant im Hallenbad"

 

Höchst. Judith ist ein bisschen aufgeregt. Sie steht am Beckenrand im Höchster Schwimmbad und wartet darauf, endlich in das Kanu einzusteigen. Noch aber sind alle vier Boote besetzt. Bevor es für sie losgeht, will Michael Fröhlich den Viertklässlern zeigen, wie er mit dem Kanu untertaucht und sich einmal rumdreht. „Das heißt Eskimorolle“, weiß Judith. Das habe sie schon mal am Edersee gesehen. Fröhlich, Trainer beim Höchster Kanuclub Wiking (HKCW), hat gestern mit drei Schulklassen, darunter die 4a mit Lehrerin Ewa Becker, Kanufahren geübt. Die Veranstaltung ist Teil der Woche der Vereine, die zum ersten Mal an der Hostatoschule angeboten wird.

Fröhlich zieht die gelbe Spritzdecke an. Ohne sie würde das Boot bei der Rolle sofort volllaufen. Er beugt den Oberkörper nach rechts, lässt sich fallen und rollt sich unter Wasser bis zur anderen Seite. Mit und ohne Paddel führt er die Eskimorolle vor, die Kinder klatschen begeistert. Innerhalb von einer Stunde lernen sie zwar nicht, es ihm gleichzutun. Aber ein erstes Gefühl für das Kanu bekommen sie durchaus. Zunächst gilt es das Einsteigen zu üben. Dabei wird das Paddel hinter dem Sitzplatz auf das Boot gelegt und festgehalten. Fröhlich nennt das „stabile Seitenlage“. „Erst setzt ihr das linke Bein rein, dann das rechte“, erklärt er. Die Angst vorm Umkippen versucht er den Kindern zu nehmen: „Da passiert gar nichts.“ Wie sie das Paddel richtig halten und drehen, erklärt Fröhlich mehrfach und zeigt es denjenigen, die gerade über das Nichtschwimmerbecken schippern. „Im Alter zwischen zehn und zwölf kann man gut anfangen“, sagt Fröhlich. Aber auch Ältere könnten jederzeit ins Kanufahren einsteigen.

Die Hostatoschüler haben viel Spaß in den Kanus. Hin und wieder kommt es zu beabsichtigten oder auch unfreiwilligen Zusammenstößen. Die Idee zur Woche der Vereine sei bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit für Kinder entstanden, erzählt Lehrerin Rita Fenzl, die als Höchsterin die Vereine angesprochen und die Organisation übernommen hat. Ziel sei es, den Kindern Freizeitangebote außer Computer und Fernsehen zu präsentieren. Beteiligt sind insgesamt sieben Vereine: Neben dem HKCW die Freiwillige Feuerwehr, der Höchster Tennis- und Hockeyclubs, der Verein Karte-Dojo, die SG 01 Höchst, die Turngemeinde Höchst und der Musikverein Unterliederbach/Blasorchester Höchst. Außerdem konnte Fenzl noch die Oboistin Susanne Kohnen gewinnen, die ihr Instrument vorstellt. Zwei Schüler überlegten jetzt, ob sie das Instrument lernen wollen, berichtet Fenzl von einem ersten Erfolg. An eine Wiederholung der Woche der Vereine wird schon jetzt gedacht, dann könnten auch die Hauptschüler eingebunden werden. (rie)